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Schäden durch Schimmel

Gutachten
Was ist Schimmel?
 
Unter Schimmelpilzen versteht man allgemein eine ganze Gruppe von verschiedensten Pilzarten. Die Pilze begegnen uns ständig in unserem alltäglichen Leben, meist ohne dass wir von ihnen weiter Notiz nehmen.  Manchmal tritt allerdings ein Pilzbefall in unserer Umgebung auf der sich auch gesundheitsschädlich auf uns auswirken kann. Die bekanntesten Beispiele sind dabei Schimmelschäden an Lebensmitteln oder an der Bausubstanz.  Als Schimmel bezeichnet man dabei die sichtbaren Auswirkungen des Schimmelpilzes, die sich meist in dünnen Fäden oder radförmigen Ausblühungen zeigen.  
Wie schädlich ist Schimmel?
 
Jedes Kind weiß, dass man Lebensmittel mit Schimmelbefall nicht essen darf. Es gibt zwar etliche unschädliche Pilze bzw. halten sich die Konzentrationen unter einem kritischen Schwellenwert, aber sobald der Pilz in seiner sichtbaren Form als Schimmelschaden auftritt, ist Vorsicht geboten.  Dabei geht aber von einem Schimmelbefall bei Bausubstanzen eine andere Gefahr aus, als beim Befall von Lebensmitteln. Hier sind die in Luft auftretenden Sporen mit denen sich der Pilz verbreitet eine der Hauptursachen für eine Gesundheitsgefährdung.  Es gibt keine allgemeinen Regeln ab wann ein Schimmelbefall schädlich ist, da dies neben der Größe des Befalls auch von der Schimmelart und der Risikogruppe der Betroffenen abhängt. Gerade Kinder, aber auch ältere oder gesundheitlich angeschlagene Personen, können teils auch schwere gesundheitliche Schäden durch die Folgen von Schimmelbefall davontragen.
Wie entsteht Schimmelbefall?
 
Schimmelpilze benötigen für ein schnelles Wachstum hauptsächlich Wärme, Feuchtigkeit und Nährstoffe. Die optimale Temperatur für Wachstum beträgt etwa 25 bis 35 °C, welche normalerweise in bewohnten Bereichen anzutreffend ist. Baumaterialien und Verkleidungen wie Holz, Gipskarton oder Tapete, bieten dem Pilz einen ausreichenden Nährboden.  Da diese beiden Faktoren in Wohnräumen fast unumgänglich sind, stellt die Feuchtigkeit den entscheidenden Faktor dar. Eigentlich benötigt der Schimmel einen feuchten Untergrund oder eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 70 %, die normalerweise nicht vorherrschen. Kritisch sind jedoch Bereiche, in denen Feuchtigkeit in die Bauteile eindringen kann, z.B. aufgrund einer fehlerhaften Abdichtung, oder sich Oberflächentauwasser bildet, z.B. durch falsch isolierte Wände. Dort kann lokal ein Milieu entstehen, das dem Pilz ein optimales Wachstum ermöglicht.
Wie kommt es zu der Feuchtigkeit?
 
Zu Feuchtigkeit in Innenräumen kommt es fast ausschließlich entweder durch bauliche oder nutzungstechnische Mängel. Ein Fachmann kann dabei behilflich sein die Ursachen zu identifizieren.
 
Bei der Nutzung der Räume ist es wichtig, dass sich an kälteren Bauteilen im Raum (z.B. Fensterlaibungen oder Rollladenkästen) kein Tauwasser niederschlägt. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann die Luft aufnehmen. Daher wird aus der Luft wieder Wasser gelöst wenn diese abkühlt.  Ob der sogenannte Taupunkt (die Temperatur ab der sich aus Wasserdampf Wasserkondensat bildet)  erreicht wird, hängt von einem komplexen Zusammenspiel der Raumtemperatur, der Bauteiltemperatur, der absoluten und relativen Luftfeuchtigkeit ab.  Diese Faktoren können durch das richtige Verhalten der Bewohner, besonders durch richtiges Heizen und Lüften,  beeinflusst werden. Sollten aber noch bauliche Mängel ins Spiel kommen, ist man ohne Fachmann schnell hilflos. Bauliche Mängel können zum Beispiel mangelhafte Abdichtungen, Wassereinbrüche oder mangelhafte Isolierung sein. Durch Wärmebewegungen oder Sogbewegungen innerhalb der Bauteile kann es sogar auch sein, dass die die Schadensstelle nicht mit der Stelle des baulichen Mangels identisch ist.  
achenbekämpfung unterstützen und Ihnen eine schriftliches Gutachten als Grundlage für Ihre weiteren Schritte erstellen.
Wie kann ich mich vor Schimmelbefall schützen?
 
In einem korrekt ausgeführten Bau und mit dem richtigen Verhalten beim Lüften und Heizen ist ein Schimmelschaden sehr unwahrscheinlich. Allerdings können schon geringe Störungen des empfindlichen Gleichgewichts dafür sorgen dass Schimmel auftritt. Dabei können auch Maßnahmen die im ersten Augenblick das Wohlbefinden im Wohnraum steigern sollen  Grund für einen plötzlich auftretenden Schimmelschaden sein. So ist oftmals der unsachgemäße Einbau von Isolierglasscheiben in einen Altbau ein Problem. Die undichteren älteren Fenster sorgten hier zwar für einen Verlust an Wärmeenergie aber auch für einen deutlich erhöhten Luftwechsel zwischen dem Wohnraum und der Außenluft. Dadurch wurde Wasserdampf nach außen abgeführt und konnte somit nicht als Kondensat an den Innenwänden auftreten. Fehlt dieser zusätzliche Austausch steigt die Feuchtigkeitskonzentration innerhalb des Raumes weiter an, bis der Sättigungspunkt erreicht ist und sich Wasser bilden kann. Wird nun auch nicht das Heizverhalten der neuen verbesserten Isolierung angepasst, kann man sehr schnell optimale Bedingungen für den Schimmelpilz schaffen. Werden die Regeln für das korrekte Heizen und Lüften eingehalten und es treten dennoch Schadensfälle auf, liegt wahrscheinlich ein baulicher Mangel zu Grunde.
Wie kann ich einen Schimmelbefall entfernen?
 
Frei zugängliche Schimmel-Desinfektionsmittel basieren meist auf  Wasserstoffperoxid, Natriumhypochlorit oder Chlordioxid. Diese Mittel töten zwar den Schimmelpilz, bekämpfen aber weder dessen Ursache noch eliminieren sie die Gefahr die durch den Pilz entstehen kann vollständig. Das allergene Potential geht nämlich auch weiterhin von abgetöteten Partikeln der Schimmelpilze und Sporen aus. Wird die Ursache des Schimmelbefalls (sei es nun nutzungs oder bautechnisch bedingt) nicht beseitig, tritt sehr wahrscheinlich ein neuer Schadensfall auf sobald die desinfizierenden Mittel ihre Wirkung verloren haben. Auch wird hiermit nur der Befall auf der Oberfläche bekämpft. Geht der Befall tiefer wird dort der Schimmel gar nicht erreicht und somit auch die Gefahr nicht beseitigt.
 
Geht der Befall tiefer, ist er über mehrere Räume verteilt oder hat größere Flächen befallen (ab etwa 1 m² Fläche), muss der Schaden sehr wahrscheinlich von einer Spezialfirma entfernt werden die die dafür notwendige Schutzausrüstung und stärkere Bekämpfungsmaßnahmen (wie etwa Heiz- oder Mikrowellenstrahler) besitzt. Liegt als Ursache ein baulicher Schaden vor oder musste zur Schimmelbeseitigung ein Teil der Bausubstanz entfernt werden, ist zudem eine anschließende Sanierung der betroffenen Bereiche wahrscheinlich nötig.
 
Sachverständigen Büros wie GBB-Rau helfen hierbei den Betroffenen den Umfang des Schadens festzustellen und geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen. Manchmal genügt es auch schon sein Heiz- und Lüftungsverhalten umzustellen um Schimmel effektiv zu bekämpfen.
Wer ist verantwortlich für die Schimmelbeseitigung?
 
Als Grundsatz gilt, dass der Verursacher der Schimmelbelastung auch für dessen Entfernung verantwortlich ist. In der Regel muss der Verursacher bei schwereren Schäden nicht nur die Entfernung des Schimmelbefalls sondern auch die gegeben falls notwendige Sanierung des betroffenen Bauteils übernehmen.

Für Eigentümer gilt:        
Tritt ein Befall trotz korrekter Nutzung der Räume auf, liegt wahrscheinlich ein baulicher Mangel vor. Für diesen ist oftmals eine nicht sachgerechte Ausführung der Isolierung oder Abdichtung der Grund. Verantwortlich für die Beseitigung des Mangels wäre dann die ausführende Baufirma. In welchem Grad und innerhalb welcher Zeiträume die Ansprüche noch gelten hängt allerdings von vielen Randbedingungen (z.B. ob dies durch einen versteckten Mangel hervorgerufen wurde) ab. Sachverständigengutachten wie die der GBB-Rau, können hier die Ursachen identifizieren und Grundlage für die Erhebung der Mängelbeseitigungsansprüche bieten.
 
Für Vermieter gilt:          
Tritt ein Schimmelschaden nach einem Mieterwechsel auf und gab es in der Vergangenheit keine Vorfälle, liegt häufig ein falsches Nutzungsverhalten durch den Mieter zu Grunde. Die richtige Bewirtschaftung und damit auch das richtige Lüft- und Heizverhalten liegt im Aufgabenbereich des Mieters. Daher ist dieser auch für die Bekämpfung des Schadens verantwortlich. Entscheidend ist dabei immer die Frage, ob bereits die Substanz der Baumaterie angegriffen oder tiefgehender befallen ist, da hierdurch aufwändigere Sanierungsmaßnahmen notwendig werden können. Die GBB-Rau kann hier behilflich sein, die Ursache, den Umfang und die Möglichkeiten der Beseitigung des Schadens festzustellen und einen weiteren Fall zu verhindern.

Für Mieter gilt:                 
Resultiert ein Schimmelbefall nicht aus Fehlern in der Nutzung sondern aus bautechnischen Mängeln, ist der Vermieter dem Mieter gegenüber verpflichtet, den Schaden und die Ursache zu beseitigen. Schränkt der Schimmelbefall die Nutzungsmöglichkeit des Mietobjekts ein, besteht unter Umständen auch die Möglichkeit die Miete zu mindern bis die Beeinträchtigung behoben wurde. Der Umfang der Ansprüche bzw. Minderungen, richtet sich dabei nach dem Grad der Belastung und der Art der Einschränkung. GBB-Rau kann Sie hier bei der Schadensanalyse und der Ursachenbekämpfung unterstützen und Ihnen eine schriftliches Gutachten als Grundlage für Ihre weiteren Schritte erstellen.
+49 7547 6973227
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